Sick-Building-Syndrom | Schadstoffe in der Innenraumluft sind mögliche Ursachen

Der Begriff Sick-Building-Syndrom (SBS) bzw. Gebäudekrankheit beschreibt eine Situation, in der Bewohner/Mieter/Beschäftigte eines Gebäudes Symptome von Krankheiten, die mit dem Aufenthalt in einem Gebäude verbunden zu sein scheinen, aufweisen – aber keine spezifischen Ursachen identifiziert werden können.

Nach internationaler Konvention wird von einem Sick-Building-Syndrom gesprochen, wenn bei mehr als 10 bis 20 % der Bewohner/Mieter/Beschäftigten eines Gebäudes unspezifische Beschwerden oder Symptome auftreten, die nach Verlassen des Gebäudes rasch wieder nachlassen. Ursachen des Sick-Building-Syndromes können nicht mit absoluter Sicherheit bestimmt werden.

Mögliche Ursachen können Schadstoffe sein, die in der Innenraumluft vorkommen. Dazu zählen zum Beispiel giftige Ausdünstungen, sogenannte flüchtige organische Verbindungen, die durch bestimmte Quellen freigesetzt werden, zum Beispiel aus neu angebrachten Materialien, wie etwa Boden- und Teppichkleber und Gifte aus Möbeln (Lacke, Farben und Anstriche), sowie Mineralstoffe aus Dämmmaterialien, Materialien zur Schädlingsbekämpfung, und Reinigungsmittel.

Auch können durch nicht oder schlecht gewartete Klima- und Lüftungsanlagen oder bei Umluftschaltungen ggf. Schadstoffe, Gerüche, Pollen, Pilzsporen und Keime in die Raumluft gelangen.